2015

HEIMAT?

 

Ein Musikprojekt mit Flüchtlingen

 

Heimat wird durch Abgrenzung kleiner - durch Teilen wird sie grenzenlos.

Für uns ist es so selbstverständlich eine Heimat zu haben. In diesen Tagen wird deutlich, was für ein hohes Gut eine sichere Heimat ist.

Gemeinsam mit Flüchtlingen lädt das Ensemble Ruhr am 20. Dezember um 18 Uhr zu einem Benefizkonzert zugunsten der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum ins Maschinenhaus Essen ein. Bereits auf einer kleinen Konzertreise durch Essener Flüchtlingsheime Anfang Dezember lernten sich die Musiker und Flüchtlinge kennen, tauschten sich aus und stellten sich mit ihrer persönlichen Musik gegenseitig vor. Der Mensch, ganz egal welchen Glaubens und welcher Nationalität, steht im Mittelpunkt dieses Projektes.

Der Morgenmoderator von Radio Essen Björn Schüngel führt durch das Programm, verbindet die verschiedenen Beiträge und bezieht das Publikum in Gesprächen und Interviews mit ein. Das Streichquintett Nr. 2 G-Dur von Johannes Brahms trifft auf serbische Volksmusik, eine Roma-Band, arabische Musik und vieles mehr. Bei eigens für diesen Abend arrangierten Balkan-Songs und kurdischen Liedern musizieren wir gemeinsam mit den Flüchtlingen.
 

3. - 5. Dezember 2015 Reise

durch Flüchtlingsunterkünfte im Essener Norden


20. Dezember 201518 Uhr

Maschinenhaus Essen

Wilhelm-Nieswandt-Allee 100

45326 Essen

 

Benefizkonzert zugunsten der

Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum

Moderator: Björn Schüngel

 

Eintritt. 15,- Euro, Kinder ermäßigt 10,-
Reservierungen über contact@ensembleruhr.de

 

Projektleitung:

Anna Betzl-Reitmeier, Antje Weltzer-Pauls, Christoph Bebermaier

Projektberatung und Fundraising:

Dagmar Dohm

In Kooperation mit dem Maschinenhaus Essen.

ENSEMBLE RUHR & KIDZ

 

In Kooperation mit der Stiftung Zollverein, der Peter-Ustinov-Grundschule und der Nikolausschule realisiert das Ensemble Ruhr das spartenübergreifende Musikprojekt ENSEMBLE RUHR & KIDZ für Grundschüler aus dem Essener Norden. Seit Februar erforschen die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung von Tanz-, Kompositions- und Kunstpädagogen und Musikern des Ensemble Ruhr Benjamin Brittens Werk „Simple Symphony“ und entwickeln eigene Ausdrucksformen.
B. Britten (1913-1976), einer der bedeutendsten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, komponierte gerne für Kinder. Die „Simple Symphony“ ist für Kinderohren gedacht und basiert auf acht Melodien, für die Britten in seiner Kindheit eine besondere Vorliebe hatte. Das Spielerische, Kindliche und die Freude an der Musik ziehen sich durch das gesamte Werk und spiegeln sich ebenfalls in den von Britten gewählten Satzbezeichnungen wider: Ungestüme Bourrée, Spielerisches Pizzicato, Sentimentale Sarabande und Ausgelassenes Finale.
Unter Anleitung des Regieteams Axel Fuhrmann und Tatjana Sarazhynska stehen die Schülerinnen und Schüler in der abschließenden Konzertperformance, die im Rahmen des 11. Unesco-Welterbetages stattfindet, als Musiker, Tänzer oder Bühnenbildner mit dem Ensemble Ruhr auf der Bühne.


5. Juni 2015, 13 Uhr Öffentliche Generalprobe

Salzlager der Kokerei, Unesco-Welterbe Zollverein

 

7. Juni 2015, 16 Uhr Konzertperformance im Rahmen des Welterbetages

Salzlager der Kokerei, Unesco-Welterbe Zollverein


PROJEKTLEITUNG

Ensemble Ruhr: Anna Betzl-Reitmeier


PROJEKTBERATUNG UND FUNDRAISING

Dagmar Dohm

 

PROJEKTPARTNER

Tanzpädagogen: Tanzcompany Entre Pasos, Cinthia Emy Nisiyama   

Kompositionspädagogin: Meike Senker, eine Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste Essen/ Klasse Prof. Schlothfeldt

Kunstpädagogin: Sabine Leichner-Heuer

Regie: Axel Fuhrmann, Tatjana Sarazhynska

DokFabrik

 

KOOPERATIONSSCHULEN

Peter-Ustinov-Schule

Nikolausschule

 

FOTODOKUMENTATION

Christian Huhn              


FÖRDERER                                                                                                   Plakatgestaltung: BÜRO WEISS

Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.

Gefördert von der RAG-Stiftung im Rahmen der Förderung von „Zollverein mittendrin“.

Wir bedanken uns bei Bäcker Peter, Stauder und Schlossquelle für die Verpflegung bei den Proben.

FEATURE IM RADIO ESSEN zum Nachhören

Ensemble Ruhr &_Kidz.mp3
MP3 Audio Datei 2.1 MB

DIE AUFFÜHRUNG

Fotos: Christian Huhn

DIE ARBEITSPHASE

Fotos: Christian Huhn

DIE SIEBEN LETZTEN WORTE AN SIEBEN ORTEN 

Eine Passionsmusik von Joseph Haydn

 

Antje Weltzer-Pauls, Anna Betzl-Reitmeier: Projektleitung

Büro WEISS: Projektentwicklung und -leitung

Florian Donderer: musikalische Leitung

Jan Pauls: Fotografie

Tom Daun: Klangcollage

 

Das Ensemble Ruhr entdeckt das Ruhrgebiet auf seine Weise


In seiner Komposition „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ stellt Joseph Haydn den Leidensweg Jesus Christus und dessen letzte Worte auf diesem Weg musikalisch dar.

Das Ensemble Ruhr dokumentiert mit diesem Projekt den Leidensweg des Industrielandes Ruhrgebiet, den Verfall, Aufstieg und den Wandel auf ganz neue Weise.


Als Kammerorchester für das Ruhrgebiet hat das Ensemble Ruhr seinen regionalen Bezug schon im Namen aufgegriffen. Es sieht sich als Ensemble für die Region und die Menschen vor Ort. Mit der Dokumentationsreise durch das Ruhrgebiet möchte es seine Verbundenheit mit dieser spannenden und sich verändernden Region zeigen.

Mit dem Berliner Fotografen Jan Pauls und dem Journalisten Tom Daun (u.a. WDR3 und Deutschlandfunk) besucht das Ensemble sieben Orte im Ruhrgebiet, an denen Industrie gescheitert ist, im besten Fall der Strukturwandel vollzogen wurde und etwas Neues entstehen konnte und gibt dort ein Kurzkonzert. Dazu gehören populäre Erfolgsgeschichten, wie z.B. das Unesco-Welterbe Zollverein in Essen und das Lichtkunstzentrum Unna, aber auch die unbekannteren Orte, wie der Leitbunker der Krupp'schen Scheinfabrik und die Misserfolge, wie ein nie in Betrieb genommener U-Bahnhof oder die kurz vor der Schliessung stehende Zeche Auguste Victoria in Marl. Dabei sind alle herzlich eingeladen, die Reise mit den Musikern gemeinsam zu unternehmen.

Die Reise wird vom Fotografen in Bild und vom Journalisten in Ton dokumentiert, wobei der Fokus auf den Orten selbst, den Stimmungen und den Menschen, die mit den Orten verbunden sind, wie z.B. durch O-Töne eines ehemaligen Zechenarbeiters, liegen wird.

Das abschließende Konzert verbindet Haydns „Die sieben letzten Worte“ mit der Fotoreportage, den O-Tönen, Interviews und Geräuschen der „Sieben letzten Orte“ des Ruhrgebietes.

Als Gast wird zum erneuten Male der gefragte Konzertmeister Florian Donderer von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen das Ensemble leiten.

 

Das Ruhrgebiet hat natürlich mehr als nur sieben Orte zu bieten! Damit alle letzten Orte erforscht werden können, möchte das Ensemble Ruhr ein Festival etablieren und jedes Jahr in der Passionszeit mit Haydns Musik eine Reise an sieben andere Orte unternehmen.

 

WDR 3 Variationen vom 14.3.2015

Ein Beitrag von Antje Grajetzky zum Nachhören

 

WDR 3 Mosaik - das Kulturmagazin vom 18.3.2015

Ein Beitrag von Marco Müller zum Nachhören

 

DIE REISE

 

1. Bethaus im Muttental, Witten 

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2. Zentrum für internationale Lichtkunst, Unna 

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3. Bochumer Straße, Gelsenkirchen-Ückendorf 

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4. Unesco-Welterbe Zollverein, Essen

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5. Leitbunker der ehemaligen Krupp'schen Scheinfabrik, Velbert 

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6. Geister-U-Bahnhof „Opernhaus“, Essen 

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7. Bergwerk Auguste Victoria, Marl 

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DIE KONZERTE

 

19. März 2015 ⎜19.30 Uhr 

Haus Witten


20. März 2015 ⎜19.30 Uhr 

Lichtkunstzentrum Unna

 

21. März 2015 ⎜19.30 Uhr 

Maschinenhaus auf Zeche Carl

 

Plakatgestaltung: BÜRO WEISS


SACHOR - GEDENKE

  

Eine Musik- und Theaterperformance

 

Klezmer Arrangements

Mieczyslaw Weinberg: Streichquartett Nr. 4 op. 20 (1945) in einer Fassung für Streichorchester

 

David Orlowsky, Klarinette

Ensemble Ruhr

 

Tatjana Sarazhynska, Drehbuch und Regie

Markus und Marla Kiefer, Schauspieler

 

Anlässlich des Holocaust Gedenktages 70 Jahre nach Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnert das Ensemble Ruhr zusammen mit dem Starklarinettisten und zweifachen Echo-Klassik-Preisträger David Orlowsky an ein dunkles Kapitel des Ruhrgebietes: Am 11. September 1944 werden bei einem Luftangriff Zwangsarbeiterinnen im KZ Außenlager in Gelsenkirchen-Horst getötet oder schwer verletzt. Dem Chefarzt des GE-Rotthauser Krankenhauses gelingt es, unter schwierigen Umständen 17 dieser Frauen vor der Gestapo zu retten und im Keller seines Krankenhauses bis zur Befreiung durch die US-Truppen zur Genesung zu bringen. 

 

Anhand Zeitzeugenaussagen Überlebender entwickelte die Regisseurin Tatjana Sarazhynska eine Inszenierung, in der neben den Schauspielern Markus und Marla Kiefer auch die Musiker des Kammerorchesters Ensemble Ruhr als Akteure eingebunden werden. Auf dem Programm stehen Klezmer Arrangements und das Streichquartett Nr. 4 op. 20 (1945) des russisch-jüdischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg in einer Fassung für Streichorchester. Weinberg, dessen gesamte Familie von den Nationalsozialisten umgebracht wurde, begriff das Komponieren als Trauerarbeit und wollte mit seiner Musik an das tragische Schicksal Millionen ermordeter Juden erinnern. 

26. Januar 2015 18 Uhr

Neue Synagoge Gelsenkirchen

Veranstaltung anlässlich

des Holocaust Gedenktages


26. Januar 2015 20 Uhr 

Kreuzeskirche Essen


28. Januar 2015 19.30 Uhr 

Haus Witten


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: © Felix Broede

         Plakatgestaltung: Büro Weiss