2017

ENSEMBLE RUHR & KIDZ

 

HÖRST DU MICH!?


In Kooperation mit der Stiftung Zollverein, der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid, der Parkschule und der Peter-Ustinov-Schule aus dem Essener Norden realisieren wir 2017 zum zweiten Mal unser interdisziplinäres Musikprojekt Ensemble Ruhr &KIDZ. Wir suchen Musik- und Sprachspuren auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein und beschäftigen uns mit einem brandaktuellen Thema, nämlich Sprache und damit Verständigung. Schülerinnen und Schüler erforschen unter Anleitung der Pädagogen, der Entre Pasos Dance Company und Musikern des Ensemble Ruhr über vier Monate das „Concerto in Ré“ von Igor Stravinsky und die „Battalia“ von Ignaz F. Biber auf vielfältige Weise. Sie lernen, die Sprache der Musik zu verstehen und beschäftigen sich mit der Übertragbarkeit von Musik auf Sprache, Bild und Bewegung. Sie stellen Bezüge zwischen sich und dem Leben auf Zollverein her und erkunden das Industrieareal, das bis heute ihren Stadtteil prägt. Unter Anleitung von Regisseur Axel Fuhrmann suchen sie Fundstücke aus der Vergangenheit und bringen sie zum Klingen. Ein Zeitzeuge berichtet von seiner Arbeit unter Tage. Von den Kindern erstellte Klänge und O-Töne bilden die Grundlage für Videosequenzen, die in die Endperformance eingebaut werden.
Die Geschichten, Choreographien, Klangimprovisationen und Videos werden zum Abschluss in einer spartenübergreifenden Konzertperformance Ende Juni auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein unter der Regie von Axel Fuhrmann zusammengeführt.


18. Juni | 13 Uhr öffentliche Generalprobe
18. Juni | 16 Uhr Aufführung

 

UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal C [Kokerei], Salzlager [C88]
Arendahls Wiese
45141 Essen

Kooperationspartner:

Förderer:

Mit freundlicher Unterstützung von Bäcker Peter, Schloss Quelle und der Stiftung Paukenschlag.

DIE SIEBEN LETZTEN WORTE AN SIEBEN ORTEN 2017

 

Im März 2015 bereisten wir zum ersten Mal mit Joseph Haydns Komposition "Die sieben letzten Worte" sieben Orte im Ruhrgebiet, die sich durch den Strukturwandel verändert haben. Passend zum „Grüne Hauptstadtjahr“ widmen wir uns in diesem Jahr der Energiewende.

In unserem Projekt „Die sieben letzten Worte an sieben Orten“ machen wir auf Veränderungsprozesse im Ruhrgebiet aufmerksam. Mit Joseph Haydns Werk „Die sieben letzten Worte“ begeben wir uns am 7. und 8. März auf eine Reise durch Essen und Umgebung und bespielen Orte, die für Energiewende stehen: das Biomasseheizwerk am Gruga Park, die Fahrradwerkstatt von “Neue Arbeit der Diakonie Essen“, in der unter Anderem Rikschas für „Radeln ohne Alter“ fit gemacht werden, das Ruhrwehr Duisburg, die Biogasanlage von Landwirt Einhard im Brahm, das Wasserkraftwerk am Baldeneysee, das Trautmann Arboretum und das KWI Institut. An jedem Ort erklingt jeweils ein Satz aus Haydns siebensätzigen Werk, umrahmt von der Einleitung und dem Erdeben.

Der Fotograf Jan Pauls und der Journalist Christian Kosfeld begleiten uns mit Kamera und Mikrofon auf unserer ungewöhnlichen und spannenden Reise. Sie fangen die Atmosphäre ein und halten Begegnungen unterschiedlichster Art fest. Die Musik lässt die Orte in einem neuen Licht erscheinen – die Orte lassen die Musik neu wirken.

 

Wir laden alle ein, uns auf unserer außergewöhnlichen Reise zu begleiten!

 

Bei den drei Abschlusskonzerten am 10., 11. und 12. März erlebt das Publikum zum live gespielten Gesamtwerk Joseph Haydns die Reise noch einmal. Die Fotoreportage mit den O-Tönen lässt Orte und Menschen für sich sprechen und bringt unsere Erlebnisse direkt in den Konzertsaal. Haydns eindrucksvolle Musik, die von Abschied, Glaube und Hoffnung erzählt, ist das Bindeglied und verknüpft alle Fäden miteinander.

Auch die Orte der Abschlusskonzerte spiegeln Veränderung und Wandel wider: Am 10. März spielen wir im Kolping-Berufsbildungswerk, das sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Katharina befindet und seinen Strom zu 100% aus Ökostrom bezieht. Am 11. März sind wir

zu Gast im Forum Billebrinkhöhe – inklusive Kultur, ev. Kirche Billebrinkhöhe und am 12. März

im Maschinenhaus auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Carl.

REISE


7. März

 

„Frau, siehe, dein Sohn!" und „Siehe, deine Mutter!“

Biogasanlage von Landwirt Einhart im Brahm aus Essen-Kettwig

 

"In Deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist."

Fahrradwerkstatt "Feilauf" von Neue Arbeit der Diakonie Essen

 

"Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?"

KWI Kulturwissenschaftliches Institut Essen

 

„Mich dürstet.“

Biomasseheizwerk am Gruga Park Essen


8. März

 

„Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.“

Laufwasserkraftwerk am Baldeneysee Essen

„Es ist vollbracht."

Altes Pumpwerk Schleuse Duisburg-Meiderich

 

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

Trautmann Arboretum

 

ABSCHLUSSKONZERTE

 

10. März | 19.30 Uhr

Kolping - Berufsbildungswerk


11. März | 19.30 Uhr
Forum Billebrinkhöhe - Inklusive Kultur

12. März | 17 Uhr
Maschinenhaus auf Zeche Carl Essen